Rotklee-Wildäcker
Rotklee ist der größere, schnellere, günstigere Vetter des Weißklees - eine zweijährige Leguminose, die zügig anwächst, schlechteren Boden verträgt und perfekt in Fruchtfolgen und auf Rückewege passt.
Hinweis: Die englische Originalseite ist auf nordamerikanische Reviere ausgerichtet. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln - Jagdschein, Revier und Pacht, Waffen- und Munitionsrecht sowie Jagd- und Schonzeiten sind Sache der Länder bzw. Kantone. Maßgeblich sind die Vorschriften deines Bundeslandes bzw. Kantons und die Vorgaben des Reviers.
Rotklee tauscht die Langlebigkeit des Weißklees gegen Tempo und Gutmütigkeit: Er läuft schneller an, wächst höher (mehr Ertrag), verträgt ärmere und nassere Böden, kostet weniger je Kilo und brennt nach etwa zwei Jahren aus - was ihn ideal macht für Fruchtfolgen, frisch geräumten Grund und die Ungeduld nach dem Motto "ich will DIESES Jahr Wildäsung".
Warum Wild es liebt
Dieselbe proteinreiche Leguminosennahrung (20-28 %) mit mehr Masse je Hektar; Wild äst ihn ebenso bereitwillig, und Truthühner brüten und suchen darin Insekten.
Wann & wie säen
Im Spätwinter in den Frostwechsel streuen oder im Frühjahr drillen beziehungsweise streuen; die Keimung ist schnell und die Keimlinge durchsetzungsfähig - er läuft dem Unkraut besser davon als Weißklee. Dieselbe Regel der flachen Ablage.
Boden & pH
Toleranter als Weißklee: ab pH 5,8 machbar (6,0-6,8 ideal), verträgt schwereren und feuchteren Grund; kalke für beste Bestände trotzdem Richtung neutral.
Pflege
Ein- bis zweimal mähen; rechne damit, dass der Bestand in Jahr eins bis zwei den Höhepunkt hat und dann abbaut - plane die Fruchtfolge (Rotklee → Kohlarten → Getreide → zurück), die die Flächen eines Reviers im Kreislauf hält.
Wann es am besten zieht
Frühjahr bis Herbst wie alle Klees; Bestände im ersten Jahr ziehen allein wegen der schnellen Etablierung oft stärker als Weißklee im ersten Jahr.
Häufige Fehler
- Fünf Jahre Bestandsdauer erwarten (er ist ein Zweijahreswerkzeug)
- Auf mäßigem Boden den Kalk auslassen
- Seinen Fruchtfolgewert nicht ausschöpfen - er bindet Stickstoff, den die NÄCHSTE Kultur gratis nutzt