Ölrettich-Wildäcker
Ölrettich füttert Wild UND bearbeitet deinen Boden - 30 cm lange Pfahlwurzeln sprengen Verdichtungen, holen Nährstoffe aus der Tiefe und verrotten zu Kanälen, die jede künftige Saat verbessern.
Hinweis: Die englische Originalseite ist auf nordamerikanische Reviere ausgerichtet. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln - Jagdschein, Revier und Pacht, Waffen- und Munitionsrecht sowie Jagd- und Schonzeiten sind Sache der Länder bzw. Kantone. Maßgeblich sind die Vorschriften deines Bundeslandes bzw. Kantons und die Vorgaben des Reviers.
Der Ölrettich ist das Wildackersaatgut, das zwei Jobs erledigt: oben Kohlgrün, das Wild ab dem Frost beäst, plus süße freiliegende Rübenköpfe, die es wie Karotten knabbert; unten eine über 30 cm lange Pfahlwurzel, die sich durch verdichteten Boden bohrt, Nährstoffe aus der Tiefe hebt und im Winter abfriert zu verrottenden Kanälen, die den Acker besser lüften und anreichern als ein Tiefenlockerer. Jeder raue neue Wildacker sollte früh Ölrettich kennenlernen.
Warum Wild es liebt
Süßes gefrostetes Grün und knackige herausstehende Rübenköpfe - viele Flächen zeigen jeden Rübenkopf plan abgenagt wie ein Karottenbeet, überfallen von Kaninchen in Wildgröße.
Wann & wie säen
60-70 Tage vor dem Frost, flach auf rückverfestigten Boden streuen, leicht Stickstoff; oft mit Raps, Rüben und Hafer zur klassischen Herbstmischung kombiniert.
Boden & pH
Tolerant (5,8-7,0) - und auf verdichtetem, misshandeltem Grund aktiv THERAPEUTISCH; die erste Wahl als Erstkultur auf neuen Flächen und alten Holzlagerplätzen.
Pflege
Keine; der Frost übernimmt im Norden die Beendigung (ein verrottender Ölrettichacker riecht im Tauwetter schwefelig - normal, vorübergehend, ein Zeichen, dass er wirkt).
Wann es am besten zieht
Vom Frost bis in den frühen Winter für Grün und Rübenköpfe; die Bodendividende zahlt sich bei jeder folgenden Saat aus.
Häufige Fehler
- Zu dicht säen (dürre Wurzeln, keine Bohrwirkung)
- Zu früh = Schossen; zu spät = bleistiftdünne Wurzeln
- Die Mischungsgelegenheit verpassen - Ölrettich gehört in jede Herbstkohlmischung