Hol eins aus dem Schatten.
Raubwildjagd ist eine Schachpartie gegen ein scharfes, misstrauisches Tier - und es gibt wenig wie den Augenblick, in dem ein Kojote aus dem Gestrüpp auftaucht und den Laut jagt, den du gemacht hast. Sie ist vielerorts das ganze Jahr über möglich, hilft den Landwirten, und sie bringt dir mehr über Wind und Reviererfahrung bei als jede andere Jagd. So geht sie.
Das Wild
Kojote (Coyote) Nordamerikas anpassungsfähigster Raubwildjäger - Lockjagd, Winterbalg und ganzjährige Herausforderung.
Rotluchs (Bobcat) Die heimlichste Katze Nordamerikas - lange Lockstände, Winterfährten und strenge Markierungspflichten.
Waschbär (Raccoon) Nachtjagd mit Laufhunden - ein Grundpfeiler amerikanischer Pelzwildtradition und ein geselliges Erlebnis.
Rotfuchs (Red Fox) Der klassische Lockjagd-Gegner - scharfe Sinne, ein Kreis unter Wind und ein wertvoller Winterbalg.
Graufuchs (Gray Fox) Der heimliche Waldfuchs - kommt schnell und nah, klettert auf Bäume und macht Nahlocken spannend.
Nordopossum (Virginia Opossum) Nordamerikas einziges Beuteltier - eine ruhige Nachtjagdtradition mit Laufhunden und Lampe.
Grauwolf (Gray Wolf) Streng geregelt und rechtlich wandelbar - eine der forderndsten Jagden auf große Beutegreifer.
Amerikanischer Dachs (American Badger) Der kraftvolle Gräber der offenen Prärie - zäh, einzelgängerisch und mit dichtem Balg.
Präriehund (Prairie Dog) Das westliche Schädlingswild schlechthin - weite Kolonien und Präzisionsschießen auf Distanz.
Polarfuchs (Arctic Fox) Der kleine Beutegreifer der hohen Arktis - dichter weißer Winterbalg und extreme Bedingungen. Wie es gemacht wird
Raubwildjagd ist vor allem Lockjagd: der Klageruf eines Hasen weckt den Jagdtrieb von Fuchs und Kojote, und Reviergeheul zieht Artgenossen zum Nachsehen heran. Kurze Stöße, dann schauen.
Raubwild schlägt unter dem Wind einen Bogen, um den Laut zu überprüfen, bevor es herankommt. Richte dich mit dem Wind im Gesicht ein, die Sonne im Rücken, und halt die Augen hart auf die Leeseite - dort erscheint es.
Dämmerung morgens und abends ist die beste Zeit. Nachts mit Licht oder Wärmebild ist auf Kojoten sehr wirksam - aber nur, wo es zulässig ist, und die Regeln dazu gehen weit auseinander. In Deutschland ist Nachtzieltechnik auf Raubwild nur unter engen, von Land zu Land verschiedenen Bedingungen erlaubt. Erst nachschlagen, immer.
Gib einem Stand 15 bis 20 Minuten und zieh dann weiter - Raubwild kommt schnell oder gar nicht. Mach Strecke und lock an vielen Stellen, statt an einer auszuharren.
Ausrüstung, auf die es ankommt
Ein Mundblatt ist günstig und funktioniert immer; ein elektronischer Locker mit Fernbedienung und Attrappe nimmt den Laut von dir weg und bringt Bewegung dazu. Wo elektronische Locker zulässig sind, trag beides bei dir.
Eine schnelle, treffsichere Büchse im kleinen Kaliber deckt die weiten Schüsse ab; eine eng gechokte Flinte mit grobem Schrot (siehe den Choke- und Schrotwähler) ist in naher, dichter Deckung besser.
Raubwild lebt von Nase und Augen. Vollständige Tarnung, ein Gesichtstuch, ruhige Hände und das Spiel mit dem Wind zählen mehr als jede technische Spielerei.
Geh tiefer: beherrsch die Lockinstrumente, wähl Choke & Schrot für nahe Entfernungen, und sieh in die Jagdzeiten - die Regeln zu Raubwild und zur Nachtjagd gehen weit auseinander.
Ein allgemeiner Ratgeber, kein Recht. Jagdzeiten, zulässige Mittel und vor allem die Regeln zu Nachtjagd, Lockjagd sowie Licht- und Wärmebildtechnik unterscheiden sich stark nach Land und ändern sich häufig - schlag die geltenden Vorgaben bei deiner Behörde nach, bevor du hinausgehst, und kenn immer dein Ziel und das, was dahinterliegt.
Ausrüstung für die Jagd auf Raubwild
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