Spinone Italiano
Der Spinone Italiano ist ein methodischer italienischer Vollgebrauchshund, der im Tempo eines Fußjägers vorsteht, apportiert und Wasser arbeitet. Großherzig und führig, aber langsam, hitzeempfindlich und nicht für weites Land gebaut.
Hinweis: Die englische Originalseite ist auf nordamerikanische Reviere ausgerichtet. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln - Jagdschein, Revier und Pacht, Waffen- und Munitionsrecht sowie Jagd- und Schonzeiten sind Sache der Länder bzw. Kantone. Maßgeblich sind die Vorschriften deines Bundeslandes bzw. Kantons und die Vorgaben des Reviers.
Der Spinone Italiano ist einer der alten vielseitigen Jagdhunde Italiens - ein schwerknochiger, drahthaariger Vollgebrauchshund, der Haar- und Federwild an Land und im Wasser sucht, vorsteht und apportiert. Er arbeitet nah und gründlich in einem bedächtigen Trab, mehr Ackergaul als Rennpferd, und verbindet dieses Mahlen mit einem berühmt sanften, menschenbezogenen Wesen.
Wofür er gezüchtet wurde
Die Rasse stammt aus dem Piemont in Norditalien, wo sie als Ganztagshund für den Fußjäger über Moor, Feld und raue Deckung geformt wurde. Von ihm wurde erwartet, zu finden, standfest vorzustehen und dann erlegtes Wild zu apportieren, auch aus kaltem Wasser - ein echter Alleskönner für Jäger, die einen Hund für alles hatten.
Im Revier
Erwarte einen nahen, methodischen Arbeiter, der in Schussweite absucht und selten aus dem Land herausbläst. Das Tempo ist ein stetiger Trab, kein spektakulärer Galopp, was zu Fußjägern und dichter Deckung passt. Sein dichtes drahtiges Haar und seine Wasserliebe machen ihn für Dornen, Moorränder und kalte Apporte geeignet.
Wesen und Führigkeit
Führig, sensibel und stark gebunden, will der Spinone mit dir arbeiten statt für sich selbst. Er hat zu Hause einen echten Ausschalter und ist drinnen ruhig. Der ehrliche Haken: Er reift langsam, kann weich und eigensinnig sein und welkt unter grobem Druck.
Bestes Wild und beste Bedingungen
Am besten bei Federwild und Wasserwild für den Fußjäger und wohl in kalten, nassen, dichten Bedingungen. Er ist nicht der Hund für weite Prüfungsarbeit in großem Land, und sein Haar macht die Jagd bei heißem Wetter zu einer echten Grenze.
Gesundheit und ehrliche Hinweise
Als große, tiefbrüstige Rasse gibt es größenbezogene und rassespezifische Themen zu verstehen; das drahtige Haar wird Kletten schlecht los, hält Wasser und Schlamm und verträgt Hitze schlecht, während es mit Kälte gut zurechtkommt. Für Auswahl und Gesundheit arbeite mit seriösen Züchtern, professionellen Jagdhundeführern und deinem Tierarzt.
Was du bekommst
Für den richtigen Jäger einen vielseitigen, weichmäuligen Begleiter, der vorsteht, apportiert und schwimmt, in harter Deckung den Kopf behält und als unkomplizierter Haushund lebt.
Häufige Fehler
- Weite und Tempo eines Vorstehhundes erwarten - das ist ein naher, bedächtiger Arbeiter.
- Mit harter Korrektur ausbilden, was einen sensiblen Hund abschaltet.
- Bewegungsbedarf und Hitzeempfindlichkeit in warmen Klimazonen unterschätzen.