Weimaraner
Der Weimaraner ist eine vielseitige deutsche Vorstehrasse, gebaut für Ausdauer und nahe, führige Arbeit. Ein triebstarker Allrounder, der Federwild vorsteht, nachsucht und apportiert - für Jäger, die seinem ernsthaften Energiebedarf gerecht werden.
Hinweis: Die englische Originalseite ist auf nordamerikanische Reviere ausgerichtet. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln - Jagdschein, Revier und Pacht, Waffen- und Munitionsrecht sowie Jagd- und Schonzeiten sind Sache der Länder bzw. Kantone. Maßgeblich sind die Vorschriften deines Bundeslandes bzw. Kantons und die Vorgaben des Reviers.
Der Weimaraner - der silbergraue "Graue Geist" - ist ein vielseitiger deutscher Jagdhund, gebaut für Ausdauer, Nasenarbeit und ganztägiges Jagen. Er steht Federwild vor, sucht krankes Wild nach und apportiert an Land und im Wasser, alles aus einem athletischen, menschenbezogenen Paket.
Wofür er gezüchtet wurde
Die Rasse wurde im frühen 19. Jahrhundert rund um den Hof von Weimar in Deutschland entwickelt, zunächst für die Jagd auf Großwild wie Schwarzwild und Schalenwild. Als das Großwild dünner wurde, formten Züchter sie zu einem vielseitigen Jagdhund für Federwild und Niederwild um - Vorstehhund, Fährtenhund und Apportierhund in einem.
Im Revier
Er jagt in mäßiger, methodischer Weite und bleibt mit der Waffe in Verbindung, statt wie ein weit laufender Vorstehhund den fernen Horizont abzulaufen. Erwarte ein hart treibendes Tempo mit echter Ausdauer, einen stilvollen Vorstand, die Bereitschaft, einem kranken Stück nachzugehen, und stetiges Apportieren. Er bewältigt Wasser und Deckung gut, auch wenn sein dünnes Haar wirklich kalte, eisige Arbeit begrenzt.
Wesen und Führigkeit
Führig und gefallswillig, mit einer eigensinnigen, selbstständigen Ader, die ohne konsequente Führung auftaucht. Die Energie ist sehr hoch, und der Ausschalter ist schwach - das ist ein "Klettenhund", der sich fest bindet und beim Alleinbleiben leiden kann. Er ist sensibel und reagiert schlecht auf grobe Korrektur.
Bestes Wild und beste Bedingungen
Am besten bei Federwild wie Fasan und Wachtel, dazu Schweißarbeit und Niederwild über gemischtes Gelände bei mildem bis mäßigem Wetter. Er ist nicht ideal für Jäger, die einen reinen Zwingerhund wollen, oder für lange Marathons in gefrierenden Wasserwildmooren.
Gesundheit und ehrliche Hinweise
Als große, tiefbrüstige Rasse mit kurzem einfachem Haar bietet er wenig Schutz gegen echte Kälte oder starke Hitze. Für alles zu Auswahl, Kondition oder Gesundheit verlass dich auf seriöse Züchter, professionelle Jagdhundeführer und deinen Tierarzt.
Was du bekommst
Einen nah arbeitenden Alleskönner fürs Revier mit Trieb, Nase und Ausdauer - für den richtigen, aktiven Jäger.
Häufige Fehler
Seinen Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf unterschätzen; ihn getrennt von der Familie im Zwinger halten; und harte Korrektur bei einem sensiblen Hund einsetzen.